Garten- und Blumenkolumne, Pflanzenexperte und Ratgeber
präsentiert von Grünling, unserem Fachmann
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Gartenecke: Juli 2023





 
 Sonne, Strand und Meer
 Endlich Ferien, Grünling ist im Paradies
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 Garten - Gladiole (Gladiolus hortuladus)
12. Juli 2023: Es ist immer wieder schön den Pflanzen beim Wachstum zuzusehen. Besondere Aufmerksamkeit bedarf es hier bei der Garten-Gladiole  (Gladiolus hortuladus). Sie gehört zur Familie der Schwertliliengewächse. Trivialname ist auch Siegwurz. Im 17. Jhd. wurden einige von den 200 verschiedenen Wildarten nach Europa eingeführt. Heimisch sind diese vom südlichen Europa über den nahen Osten bis nach Afrika und Madagaskar. Die farbenprächtigsten Blüten stammen aus Südafrika.
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Gladiolen - Gesellschaften mit Ausstellungen und Preisen gibt es in Amerka seit 1910, in England seit 1926. Die Gartengladiole ist eine daraus entstandene Hybride. Mittlerweile gibt es über 10'000 Sorten. Und ein Ende ist nicht abzusehen, denn es entstehen immer wieder neue Hybridenarten.
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Zur Erinnerung, über eine heimische Wildart, der Sumpf-Siegwurz berichtete ich bereits (siehe Link dazu). Nun aber zurück zur Garten - Gladiole. Beim Einsetzten der Knolle ist unbedingt darauf zu achten, dass diese mindestens mit doppelt so hoher Erdschicht wie der Umfang der Knolle bedeckt ist. Nur so sind die sich später bildenden Blütenstängel ausreichend standfest. Setzperiode ist nach den Eisheiligen, bei uns etwas früher, da sowohl Knolle als auch Laub frostempfindlich ist. 
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Zu allererst bildet sich das Laub, welches sehr schnell wachsend ist. Die schwertförmigen Laubblätter selber riechen beim näheren Beschnuppern etwas unangenehm. Schon bald, in der Regel von Ende Juni bis Oktober bilden sich endständige ährige Blütenstände. Je nach Sorte können diese 1,5 Meter hoch werden, selten auch 2 Meter.
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Nahezu gibt es die Garten - Gladiole in jeder erdenklichen Farbe, von Weiss, Grün, Gelb, Orange, Rot, Violett, Rauchgrau, Braun sowie zwei- oder mehrfarbig. Der Blütenstand mit der dichten Ähre enthält meist 10 - 28 Blüten.Sobald die ersten zwei Blüten geöffnet sind, kann man die Gladiole auch  als Schnittblume für die Vase verwenden. Blütezeit ist etwa 3 Wochen. Dabei aber bitte darauf achten, dass noch vier bis fünf Blätter stehen gelassen werden, damit sich neue Knollen bilden können und die Kraft der Sonne in die Mutterknolle geht. Ebenso sind die verwelkten Blütenstängel abzuschneiden, um die Samenbildung zu verhindern. Es werden dreifächerige Kapselfrüchte mit etwa 20 - 100 geflügelten dunkelbraunen Samen gebildet.
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Die Gladiole ist eine wahre Sonnenanbeterin und bevorzugt tiefgründigen Boden. Im Herbst nach der Blüte sind die Knollen auszugraben und einzulagern. Die Tochterknollen selber kann man von der Mutterknolle lösen und direkt in Anzuchterde für weitere Vermehrung verwenden. Die Aufzucht durch Samen rate ich ab, das kann mehrere Jahre bis zur esten Blüte dauern. Die Blüten selber können je nach Art auch roh oder gegart gegessen werden.
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Abschliessend sei noch gesagt, dass die Knolle anfällig für Wühlmäuse ist, da diese eine Delikatesse für sie ist. Empfehlenswert ist auch, dass die Knollen erst nach 6 Jahren an den selben Ort zurück dürfen. Dies liegt daran, dass sich Thripse, besser bekannt als Blasenfüsse im Erdreich eingenistet haben. Das sind winzig kleine geflügelte Insekten. Das merkt man dann an verkrüppelten Blättern und die Blüten gehen nicht auf.
Euer Grünling

 
 Ferienmodus und im Traumland am Fell bräunen
05. Juli 2023: Eigentlich wollte ich über die Gladiolen schreiben. In Gugellandia ist aber derzeit nur eine in Weiss am Blühen. Und die eventuellen Nachzügler in anderen Farbvariationen sollten im Laufe der Woche zu blühen beginnen. Und es wäre schade, wenn ich Euch diese mit Bildern vorenthalten würde. Also ab im Ferienmodus und gut träum.
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Natürlich bin ich dabei in Mexico oder im Dschungel.
Euer Grünling
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