Hallo, ich bin Schnorbert, Kritiker von Beruf
Seit November 2014 bin ich nun hier in Gugellandia und das ist ja schon eine Strafe. Ich bekleide das wichtige Amt des Kritikers. Keiner ist vor meinen Kommentaren sicher. Ich zerreisse alles und jeden in der Luft. Darum lieben mich wahrscheinlich alle.
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Kritiker: November 2017





 
 Fauler Zauber
Die lassen ja schon nichts aus. Der gugelländische Regenminister stellt sich neben die geplatzte Wasserröhre und sagt womöglich eine Luftfeuchigkeit von 100 Prozent voraus. Jetzt muss er sich aber warm anziehen, falls es schneien kommt. Seine Kälteprognosen haben dazu geführt, dass in ganz Gugellandia eine Arbeitswelle in Gang kam. Jeder stellte sich auf sein Speaker-Podest und verkündet in dramatischem Ton den Dringlichkeitsbedarf seiner Privatwünsche. Oh, Gütiger, lass es Hirn regnen, denn diese von Dummheit triefenden Arbeitstiere rennen wie vom Blitz getroffen in alle Richtungen davon, aber nicht, um sich vor der Plackerei zu flüchten sondern um zu a r b e i t e n.  Zum Glück kommt so ein Schlitzohr auf die Idee, denen gehe womöglich nie die Arbeit aus, da könnte man sich ja etwas einfallen lassen. Weil es aber in Gugellandia keine richtigen Zauerwurzeln gibt, hat man kurzerhand welche gefälscht und zu Faulheitszwecken eingesetzt. Da das ganze etwas mystisch aussehen sollte, wollten sie einen nebligen Tag abwarten. Aber da konnten sie lange warten, denn sogar der Nebel war zu faul, bis Gugellandia hochzukriechen. Ich sag es ja, alles faul bis oberfaul.
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 Zum Davonrasen
Ich habe ja nichts anderes erwartet. Sie können nicht mal ordentlich Hochzeit spielen. Nur schon die Wahl des Pfarrers. Wer kommt denn bei der Heirat von zwei Bären auf die Idee, eine Maus als Trauungsbevollmächtigte einzusetzen? Ich werd' nicht mehr! Und dann war man sich natürlich sofort bei Ankunft in diesem armseligen Schlosspark nicht einig, ob man jetzt im Schatten oder in der Sonne heiraten soll. "Machen wirs einfach zweimal und tun, als hätten wir es so gewollt," lautet die Anweisung. Die Schangelina hat nonstop über ihren Schleier gelästert, das sei doch keine Kopfbedeckung sondern ein Tombolagewinn, nämlich eine Häkelschürze. Sowas ziehe sie nicht an.  Dann ist sie aber doch dauernd darüber gestolpert. Die ganze Hochzeitsgesellschaft war völlig geblendet, nicht etwa vom Brautpaar sondern von dem grünen Rasen im Schlossgarten. Man musste die ganzen Statisten immer wieder richtig losreissen, so waren die in dieses grüne Grün verschossen. Und im ganzen Trubel haben sie dann alles Wichtige vergessen, wahrscheinlich sogar absichtlich. Von den Ringen und der Kutsche mal abgesehen, hätte die böse Königin doch in glühenden Pantoffeln tanzen müssen. Woher denn. Im Gegenteil, man hat ihr am anschliessenden Rummelbesuch sogar noch ein Extraglas Edeltropfen spendiert.  Und dass sich der Grünling nun plötzlich für künstliche Blumen interessiert, wundert mich auch nicht. Es kann ja in diesem Schummelstaat nichts getürkt genug sein. Nur der Kebab war untürkisch.
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 Zwergenkram
Dass unsere Aufführung ein Flopp war, kann ich nicht gerade sagen, weil ich ja selber mitgespielt habe, aber die Bedingungen waren haarsträubend. Was man auf den Fotos natürlich nicht sieht, ist der Wind. Dauernd sind uns die Hüte davon und die Bärte ins Gesicht geflogen. Und wenn mal gerade kein Wind war, kam eine fette Wolke und wir sind fast erfroren. Die Märchenorganisatoren haben natürlich ihre Pfoten in Unschuld gewaschen, derweil der Wetterprofessor, der den ganzen Tag Sonne vorausgesagt hat, sich überhaupt nicht am Tatort blicken liess. Was die Loredana da unter ihrer Hexenverkleidung versteckt, möcht ich ja gar nicht wissen. Es reicht mir, was ich sonst noch so gesehen habe. Diese Küchenmagd hat nämlich ihren Zaubertrank ausgiebig selber gesoffen. Der Gifttrank, dieses grüne Elexier ist nämlich Limoncello. Sie hat einfach ein wenig Vergissmeinnichttrankfarbe dazugekippt, so ist aus gelb grün geworden. Auch Schneewittchen selber war eine Flasche. Bis im letzten Moment wusste man gar nicht, wie die dicke Schangelina attraktiv in den Sarg kriegen. Sie hat ein viel zu voluminöses Hinterteil, als dass es noch ein schöner Anblick für eine durchsichtige Grabesstätte gewesen wäre. Der arme Prinz wusste auch nichts von seinem Glück, ha ha. Mal abgesehen davon, dass es völliger Blödsinn ist, dass man zuerst vergiftet wird und nachher ganze Apfelstückchen rumspuckt, damit man wieder pudelmunter aufwacht, phuh. Für die grösste Blamage hat aber Guido gesorgt, der das Märchen offenbar überhaupt nicht kennt. Es kommt nämlich in der gugelländischen Version überhaupt nirgends eine GUERTELSCHNALLE vor. Der wollte uns wieder mal veräppeln. Auch mit dem Wort am Samstag. Oder kann mir mal jemand sagen, was ein HERBSTFANFARENSTREICH sein soll? Da kann man jetzt nur noch beten, dass wenigstens die Hochzeit einigermassen ansehnlich wird. Igitt, aber diese Zwergenkappe ziehe ich kein zweites Mal mehr an.
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 Fehlbesetzung
Das ist ja wohl ein Witz, ein schlechter. Nicht nur die Besetzung für das Schneewittchen ist daneben gegriffen, sondern mich auch noch als Zwerg einsetzen zu wollen, das ist schon ehrenrührig. Und dann soll ich auch noch den Nörgeler abgeben, ja wie kommen die denn darauf? Denen werde ich ihre Märchensuppe aber versalzen, da können sie Gift drauf nehmen, diese Frevelbrüder. Bevor ich einen brummeligen Zwerg abgebe, spielen noch eher die Wuwatis das Schneewittchen und das Huhn die Königin, die werden sich noch wundern, allesamt.  Seine Rolle als Wettervorhersager nimmt Zeig wohl auch etwas zu ernst.  Wegen seiner blöden Regenwolkenherde, die er offenbar dressiert hat, um uns genau den Sonntag zu verwässern, kam man ja erst auf die Idee, das Schneewittchen zu spielen. Ich freue mich schon auf den Anblick von Schangelina, bis diese im Sarg liegt, sofern ihr schauspielerisches Talent so weit reicht, einmal für einige Sekunden das Maul zu halten. He, he, he. Und dass die Miezi die Hauptrolle so edelmütig abgelehnt hat, ist auch gelogen. Beim blossen Gedanken, in einen Apfel beissen zu müssen, machte sie nämlich einen Buckel. Und dann dieses Schlamassel wegen Who is who. Dreimal hätte die Rolle von Wutzi umgeschrieben werden müssen, weil sich in der Führung laufend etwas änderte. Bin ja neugierig, wie sich der Guido wieder rausschwatzt, weil weder Zärmchen noch Ricky eine Rolle im Stück haben. Ich sags ja immer, alles fauler Zauber. Aber die grösste Schummelei ist ja die von Edi. Er liest nämlich überhaupt nicht das Märchen vom Schneewittchen. Wenn man genau in die Seiten guckt, ist da von orientalischen Schandtaten die Rede. Was die sich erlauben, diese Schurken!
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 Zu bunt!
Eher mässig als super, mit einer Sektflasche anzutanzen und zu meinen, damit könne man eine glaubwürdige Siegesfeier veranstalten. Sie hetzten uns zu diesem Zweck extra an den Waldrand, wo noch einige Blätter auf den Bäumen hängen. Dann mussten wir nicht nur die ganzen Seifenkisten mitschleppen (zum Fahren sind die ja wohl nicht geeignet?) und nicht nur das, sondern auch sämtlichen Zierrat an Kürbissen musste mitgebuckelt werden, um etwas Farbe in die Oede zu pumpen. Laufend wird man beim Feiern mit diesen vor Farbe schreienden Warzenbällen konfrontiert. Immer schiebt jemand als bunten Klecks wieder so ein ungeniessbares Giftgemüse ins Bild. Schangelina, diese eitle Schneeschnepfe konnte nicht genug in die Kamera winken, dabei hat sie nicht einmal den Bremshebel ihres Witzmobils getragen. Bei dem Anblick ist dann natürlich sogar der Sonne die Lust zum scheinen vergangen. Das alles ist aber noch heilig gegen das, was sich der Umweltprediger zu schulden kommen lässt. Mit "seinem" Wasserrohrbruch füllt er die Umwelt-Kolumne, dieser Tropfendieb und Handwerkerbeschimpfer. Stellt sich einfach in die Pfütze anstatt das Wasser ab, um zu sparen und ruft die gugelländischen Bewohner zum Boykott auf. Na, da sind deine Tage als Minister sicher bald gezählt, mein Lieber, es ist sowieso Zeit, dass mal andere ans Ruder kommen, die es besser können. Jawoll, Fauch, Spuck, Ho ho ho.
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