Hallo, ich bin Schnorbert, Kritiker von Beruf
Seit November 2014 bin ich nun hier in Gugellandia und das ist ja schon eine Strafe. Ich bekleide das wichtige Amt des Kritikers. Keiner ist vor meinen Kommentaren sicher. Ich zerreisse alles und jeden in der Luft. Darum lieben mich wahrscheinlich alle.
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Kritiker: Mai 2019





 
 Feierabend, jetzt reicht's!
Einmal abgesehen davon, dass es eine Frechheit ist, einfach eine fünfte Maiwoche anzuhängen, jetzt haben diese Grosskopferten offenbar die Erlaubnis, Ehrenbürger aus dem Nichts zu ernennen, hä?  Da kämpft man sich mühsam die Who-is-who-Liste empor, und dauernd setzt man uns neue Ausserirdische vor die Nase, die einem die Show stehlen. Ist ja schon wie im richtigen Leben! Auch Grünling ist schon zu faul, selber Löcher zu graben und lässt Meteoriten einfliegen, damit seine Fingernägel nicht abbrechen. Für seine höchst anrüchigen Pflanzmanöver, dieses Primel-Auswilderungsprogramm, spannt er nun sogar Besucher aus dem Weltraum ein, dem ist eben nichts heilig, diesem bemoosten Liegestuhlflüsterer, der von Orichideen und Zitrosen fabuliert, dass unsere freiwilligen Lektoren noch reich werden. Das zeig'sche Gewitter ist ja dann auch voll in die Hose gegangen. Ich zitiere: "Ab Freitag regnet's, dann spriessen die Pilze". Deshalb hat man ja extra einen Meteoriteneinschlag geplant und unter grossem Trara die Zeitungsbombe anfliegen lassen, damit auch möglichst spektakuläre Gewitterfotos gezeigt werden können. Wir mussten alle stundenlang unter dem Aprikosenbaum bereit sitzen, - falls es kommt - heldenhaft dreingucken, aber was kam? Nachdem der leichte Nieselregen abflaute, bekamen wir das Feierabendzeichen. Mit mir nicht. Nächstes Mal zeige ich euch, wo der Wasserschlauch ist. Und nun noch zur Fliege. Die hat auch schon das Gefühl, etwas Besseres zu sein und vergibt eigenwillig und nach Geschmack Punkte auf den sozialen Netzwerken. Ja, wo kommen wir denn da hin? Wir bräuchten eine Polizei in Gugellandia.  Aber leider würde die mich als ersten verhaften, deshalb lassen wir es dabei. Es sind einfach alles katastrophale Nieten, ignorante Spiessbürger,  faule Möchtegernüberflieger und widerliche Samthelden. Ausser ich natürlich.
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 Guten, hundertjährigen Schlaf!
Dass Märchen so zappendoof sind, dafür kann ich diese gugelländischen Fröhlichkeitsheuchler natürlich nicht haftbar machen, aber sie könnten sich wenigstens insofern etwas anstrengen, es verständlich zu gestalten. Das richtige Märchen fängt zum Beispiel mit einem Frosch an. Der wird einfach ignoriert. Dann hätte es ja noch die berühmte Fliege an der Wand, die mehrmals im Märchen erwähnt wird, einfach ignoriert. Ja, wo kommen wir denn hin, wenn wir Fakten einfach ignorieren? Hä? Ich befasse mich mit der Materie und was tun die? Einfach weg, was nicht in den Kram passt.  Der Abfallminister Peso stellt sich ja neuerdings auch nur noch vor die Mattscheibe und dirigiert offenbar das Fernsehprogramm. Ich warte ja nur darauf, dass auch der zu singen anfängt, igitt, igitt. Dann haben wir ja noch unseren Oberköch, den ich zugegebenermassen leicht bewundere. Hat der doch diese ungeahnte Frechheit, mit seinem verdreckten, verrosteten, abgewrackten  Küchenwerkzeug immer wieder an die Öffentlichkeit zu treten, bis man nicht mehr ohne zu leiden zusehen kann, wenn er kocht, um sich neues Gerät zu erbetteln. Ich finde es zwar abscheulich, was er tut, aber wenn's was bringt?
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass es wieder meine Idee war, das mit den Rosen. Hätte ich nicht letzte Woche eine solch sagenhafte Figur darin gemacht, hätten doch diese Hinterwäldler wieder glatt den Termin für das Dornröschen verpasst. Und - worüber demnächst auf der Insektenseite geschrieben wird, könnt ihr euch natürlich vorstellen. Ohne mich kriegen die eben gar nichts auf die Reihe, diese geistigen Zwergmolekülen.
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 Erdrosselt
Da laust mich doch der Affe, jetzt geht der Edi unter die Lautenspieler. Wie viele Saiten so ein Ding hat ist ja wurscht, Hauptsache, laut dazu gesungen und möglichst in Reimen. Entsetzend ist ja nur, dass sich sein berühmtes Schauspieltalent hinter diesen vielen Bärten und Verkleidungen offenbar in Bartwuchsreinigungsmittel aufgelöst hat . So eine flache Darstellung in der Hauptrolle, pfui, Edi, da hätte ich doch anderes erwartet. Und dann diese Prinzessin! Für ihre Rolle hätten sie lieber die Amanda genommen, die ist nämlich hundertmal besser im Austeilen, ha ha. Wenn dieses weisse Eisgespenst schön sein soll, pah, nicht mal sauber ist die, am Schluss hat sie nämlich die Pfoten voll im Birnensirup gebadet. Und dann zur Kulissenwahl muss ich auch noch etwas loswerden. Wenn sie doch schon wissen, dass es den ganzen Tag stürmt und einen fast wegbläst, warum stellen sie dann ihr schütteres Pappschloss in den optimalen Windkegel, so dass das Teil mit Volldampf in die Tannen rauscht? Und das zerdepperte Geschirr? Jetzt haben sie doch ein ganzes Jahr lang jeden kaputten Teller aufbewahrt, um dann einen ordentlichen Scherbenhaufen vorweisen zu können. Aber was machen die? Gonni hatte solchen Spass, der hat gleich noch ein paar Schüsseln mehr kaputtgetrampelt und dazu tatsächlich wie ein Pferd gewiehert. Den Zuschauern wurde richtig Angst bei der Darbietung. Appropos Gonni. Dem armen Kerl haben sie ein Stück von seinem Toupet abgeschnitten, denn sonst hätte der König Edi keinen Drosselbart gehabt. Da sieht man, wie sie mit ihren Tieren umgehen. Einfach alles und jeden verheizen und vernichten, hach, es ist grundweg grausam. Man reiche mir einen Beruhigungstee. 
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 Im Dunkeln ist gut munkeln
Jetzt sind wir schon so weit, dass sich unsere kleinkarrierten Kolumnenschreiber selbst die Krone aufsetzen. Der macht es sich einfach, dieser Wuwatibezirzer mit Umweltfedern. Der würde gescheiter mal selber die Mülltrennung üben anstatt immer nur über die Zustände wehklagen. Nun hat sich diese Woche mein lieber Neffe Felix ja selber in die Tinte geritten, weil er Neuerungen in der Rätselfabrik starten liess, ohne die Allgemeinheit zu informieren. Deshalb ist er ja auch im gugelländischen Strafgefangenenlager gelandet. Dummerweise hat er mich gleich mitgerissen, weil er fand, ich hätte auch schon etliches am Buckel und ein anständiges Mass an Strafe für mein Gewetter verdient. So ein Quatsch, ich berichte immer ganz sachlich. Aber das ist ja typisch, wenn ihnen nichts mehr einfällt, spielen sie einfach jeden gegen den anderen aus. Das ergibt automatisch ein paar Fetzen, die fliegen, und schon haben sie wieder einen mehr, den sie aufknüpfen können, diese Halsabschneider, diese heuchlerischen. Mal abgesehen davon, dass sie langsam etwas klüger werden sollten, haben sie jedoch auch diese Woche wieder voll in die Zufallskiste gegriffen, unter dem Motto, wenn es am Sonntag schneit, haben wir schon einen Knaller. Als es dann aber geschneit hat, waren sich alle zu schade, sich den stürmischen Winden zu stellen und sich im Flockengestöber ablichten zu lassen. Mit ihrem Schönwettergrinsen fegen sie einfach alles Unangenehme unter den Teppich und lassen mich die Fronarbeit machen.  Und zu allem Überfluss kommt ja jetzt auch noch dieses völlig niveaulose Nilpferd aus der Pampa und macht auf Sternchen. Na, vielen Dank, dann noch lieber Straflager.
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 Wer an den Storch glaubt
Das möchte ich noch einmal ausdrücklich betont haben: Gegen Peso, diesen aufgeplusterten Umweltpsycho mit seinen Antitheorien bin ich wirklich das reinste Samtpfötchen. Und von dem, was sie diese Woche wieder an Unfug produziert haben, lohnt es sich nicht einmal zu reden. Oder hat vielleicht diese akademische Wetterspinne so etwas wie ein Hagelgewitter prophezeit? Ich habe mich zum Beweis extra in dem Gestöber ablichten lassen. Aber dann ist Zeig in persona gekommen und sagt, oh - das ist eine gute Idee und so hat er sich wieder seine Fehlkalkulation aus dem Fell gewaschen. Der macht nämlich nicht Wettervoraussagen, sondern Hinterherprognosen. Dass jetzt alle auf Ringo rumhacken, ist natürlich klar. Der hat es sich ja auch leicht gemacht und die Vögel vom Internet bestellt. Jetzt sind sie draufgekommen und nun hocken alle zusammen auf der Lauer nach ornithologischen Senkrechtstartern, dabei hätte ich denen schon lange sagen können, dass es dort, wo neun Wuwatis wohnen, es wohl eher wenig Vögel und Mäuse gibt.  Nur, nicht genug damit, dass Laura auch noch eine total unbegabte Nichte in ihre Künstlerwerkstatt integriert, nein, sie haben auch keine Ahnung wie ein Storch aussieht, auch wenn sie ihn vor der Nase haben. Stattdessen werfen sie ihre lächerlichen Skizzen in den Papierkorb und üben einen ganzen Nachmittag lang Turbane zu binden, bis sie merken, dass Frech einfach nicht den Kopf dazu hat. Und tatsächlich: Aus Störchen werden Marabus.  Die Flugnummer der beiden hochbefreundeten Flachmänner ist dann auch wieder so ein abgekartetes Türkenspiel, sie können ja nicht mal gescheit auf ihren dünnen Stängeln bis ins ehemalige Hühnerhaus wackeln. Du Meinertreu, wie arm bin ich, diese Hirnverblödungsnummern immer wieder kommentieren zu müssen. Vielleicht sollte ich auch mal so ein Pulver schnupfen....
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