Garten- und Blumenkolumne, Pflanzenexperte und Ratgeber
präsentiert von Grünling, unserem Fachmann
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Gartenecke: Dezember 2025




 
 Rosa Gummibaum (Ficus elastica belize) und Überwinterung
10. Dezember 2025: Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Alle nicht ganz winterfesten Pfläzchen fanden das Winterquartier. Nicht so unser Gummibaum, dazu aber etwas später. Über die Pflanzengattung "Gummibaum" schrieb ich ja ausführlich im Oktober 2020 (siehe Link dazu). Heute zeige ich Euch einen Neuzuzug dieser Gattung, der es geschafft hat, seinen Platz in Gugellandia zu finden. Es handelt sich dabei um ein "panaschiertes" Bäumchen mit dem Namen: Rosa Gummibaum (Ficus elastica belize).
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Die Blätter sind sowohl weiss, rosa und grün gemustert. Zu pflegen und zu behandeln ist dieser Baum wie alle anderen Gummibäume.Das Bäumchen hat exakt die selbe Grösse, wie seinerzeit unserer Gummibaum, der vor 5 Jahre bei uns Einzug hielt. Mittlerweile ist er aber in die Höhe und Breite geschossen.
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Zweimal wurde er von mir in einen grösseren Topf gesetzt und bekam im unteren Teil fünf Neuaustriebe. Besonders fleissig ist er in den Sommermonaten, wo er fast wöchentlich ein neues Blatt bildet. Zum Herumtragen ist er einerseits sehr schwer, zu hoch und zu voluminös. Dazu muss man sagen, dass Gummibäume nicht gerne bewegt und umgestellt werden.
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Gummibäume mögen zudem keine Zugluft. Übermässiges Giessen mögen sie ebenfalls nicht und keine pralle Sonne. Der Baum steht in unserem Sitzvorplatz und ist die tiefstehende Sonne im Winter gewöhnt. Vor Schnee und Nässe ist er geschützt. Damit ihm kalte Winde nichts anhaben mögen, habe ich den Baum im unteren Teil mit einem Teppich grossflächig eingewickelt. Nur der obere Spitz schaut noch heraus, und zum Atmen hat er genügend frische Luft. Sollten sich die Temperaturen an seinem Platz jemals dem Gefrierpunkt nähern, lasse ich mir einen Zusatzschutz einfallen. Bitte aber nicht nachmachen, im Normalfall sollten die Temperaturen nicht unter die 10 Grad fallen. Unser Baum ist das im Winter gewohnt und steht  geschützt an der Hauswand.
Euer Grünling


 
  Kleinblättrige Bergminze, auch Steinquendel genannt (Clinopodium oder Calamintha nepeta)
03. Dezember 2025: Das Einzige ausser vereinzeltem Löwnzahn und Gänseblümchen, was derzeit in reicher Fülle im nicht gemähten Rasen vor und hinter dem Haus blüht, ist die kleinblättrige Bergminze, oder drüsige Bergminze (Clinopodium nepeta). Auch unter dem Namen "Steinquendel" (Calamintha nepeta) ist dieses Pflänzchen mit über 170 verschiedenen Arten zu finden.
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Die Bergminze gehört zur Familie der Lippenblütengewächse. Ihre ursprüngliche Heimat ist Süd- und Mitteleuropa über Nordafrika bis nach Westasien. Diese Pflanze gedeiht auf trockenen, gut durchlässigen kalkhaltigen nährstoffarmen Boden. Auf Kalkfelsen und Geröll im Gebirge, offen in voller Sonne stehend, fühlt sich diese Pflanze am wohlsten. Da die Bergminze eine besonders lange Blütezeit besitzt, ist sie seit einigen Jahren in immer mehr Gärten, bevorzugt in Steingärten, zu finden.
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Die Blätter haben einen stark aromatischen Geschmack, der als Mischung zur Minze, Oregano und Majoran beschrieben wird und so riechen sie auch  danach. Die paar Hummeln und Bienen, die noch unterwegs sind, finden darin eine wichtge Nahrungsquelle zu dieser Zeit. Die Blätter sitzen gegenseitig an den Stängeln und sind wollig behaart. Der Blattrand ist gekerbt-gesägt und breit eiförmig. Die Pflanze bildet unterirdische Ausläufer und lässt sich für die Vermehrung auch gut teilen.
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zu Tee verarbeitet. In der italienischen Küche kommt diese Kraut zur Aromatisierung. Die Blütezeit mit ihren hellrosafarbenen bis weissen Blütenkronen erstreckt sich von Juni bis in den Oktober, in Gugellandia findet man blühende Exemplare auch noch im Januar unter dem Schnee. Welche wildwachsende Sorte bei uns speziell heimisch ist, bedarf einer genaueren Analyse. Nach der Blüte werden kleine Nüsschen gebildet, worin der Samen (Licht-, Warm- und Kaltkeimer) enthalten ist. Die Blätter und die Blüten werden traditionell von Suppen, Eintöpfen und Saucen und wird unter dem Namen "mentuccia und nepitella" genutzt.
Euer Grünling


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