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Gartenecke: Februar 2026
Känguru - blume, - pfote (Anigozanthos flavidus)
25. Februar 2026:
Erst in den letzten Jahren erfreut sich die
Kängurupfote (Anigozanthos flavidus)
zunehmender Beliebtheit auch in unseren Wohnzimmern. Vorher war sie noch nicht so bekannt. Etwa 10 Arten sowie einige Unterarten und Varietäten gibt es davon. Alle Arten sind in den sandigen Ebenen im südwestlichen Australien beheimatet. Eine grosse Anzahl von Hybriden werden in den Gärtnereien mittlerweile angeboten. Diese Exoten werden in Regionen ohne Frost als Zierpflanzen in Gärten und Parks angepflanzt. Einige Sorten eignen sich zudem als Zimmerpflanzen. In den unterschiedlichsten Blütenfarben sind sie erhältlich, von gelb, rot, orange, rosa sowie in grün. Sie gehören zu der Familie der bedecktsamigen Pflanzen.
Der Standort sollte einen gut durchlässigen Boden haben und stark besonnt sein. Hitzeverträglich ist die horstbildende Staude und ihre Blütenstängel können bis zu 2 Meter hoch werden. Die rhyzombildende Kängurublume erfreut unsere Gemüter mit ihren wollig behaarten Blüten. Die ungewöhnliche Form der Hochblätter ähnelt einer Kängurupfote, deshalb auch ihr Name. Die Blüten wachsen an blattlosen Stielen inmitten ihrer an Schwertlilien erinnernden langen grünen Blättern. Sobald ein Blütenstängel aufgeblüht ist, hält er sich in der Regel mehrere Wochen, bevor Kapselfrüchte mit ihren Samen gebildet werden.Auch als Trockenblume kann man die Kängugupfote verwenden. In Australien, in ihrer Heimat, zieht sich die Pflanze während der Trockenzeit ein und treibt nach Beginn des Winterregens wieder aus.
Aufgrund der ätherischen Öle in den Blättern der Eukalyptusbäume breiten sich in den Wäldern Australiens sehr schnell Feuer aus.Dazu ist der Körperbau dieser Pflanze gut angepasst. Aus unterirdischen, bis zu 5 cm dicken, horizontal wachsenden Rhizomen, die blutrot gefärbt sind, kann sich die Pflanze sehr schnell wieder ausbreiten und ihren Lebensraum zurück erobern. Die Aborigines ergänzen mit dem wasser- und nährstoffreichen Rhizomen ihren Speiseplan. Und noch ein nutzbringendes Geheimnis birgt diese Pflanze.
Ein näherer Blick zeigt, dass die Inhaltsstoffe, vor allem das "Anigorufon" gegen parasitische Fadenwürmer hochwirksam ist. Und so wurde der australischen Busch plötzlich zum Retter des Bananenanbaus. Diese Fadenwürmer attackieren nämlich vor allem Bananenwurzeln und bringen so die Pflanzen zum Kippen. Bis zu dreiviertel der Ernte können so ausfallen. Die Bekämpfung mit Pestiziden ist kostspielig, umweltschädlich und meist unwirksam. Zum Glück konnte man durch molekulare Züchtung die Eigenschaften des "Anigorufon" in die Bananen einkreuzen. Die vegetative Vermehrung ist kostspielig, da pro Pflanze nur wenige Rhizomstecklinge gewonnen werden können. Eine Aussaat ist hingegen die übliche Methode. Die Samen sind Lichtkeimer, also ist die Aussaat nicht mit Erde abzudecken. Die Keimdauer beträgt etwa 25 Tage tagsüber bei 20 Grad und nachts bei 12 Grad. Nach drei Monaten wird pikiert und nach weiteren drei Monaten werden die Jungpflanzen in Töpfe eingetopft. In der Wachstumsphase hält man die Temperatur bei 25 Grad, nachts bei 18 - 20 Grad. Um die Pflanzen zum Blühen zu bringen, benötigt es eine Induktionsphase. Die Blühphase wird bei einer kühleren Temperatur für eine Dauer von fünf Wochen bei 14 Grad tagsüber und 10 Grad nachts eingeleitet. Zwischendurch bitte nicht das Giessen vergessen.
Euer Grünling
Fischschwanzpalme (Caryota Mitis)
18. Februar 2026:
Die markanten Blätter dieser Palme ähneln doch tatsächlich den Flossen von Fischen. Die
Fischschwanzpalme (Caryota Mitis)
ist übrigens die einzige Palmengattung, die dolppelt gefiederte Blätter besitzt. Insgesamt gibt es 14 verschiedene Arten. Die grössten sind die Himalaya-Fischschwanzpalmen (Caryota maxima), welche bis zu 12 Meter hoch werden.
Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht von Sri Lanka, Indien, Südostasien nach Süden über Malaysien bis ins nördliche Australien, den Salamonen und Vanuatu. Bei uns als Zimmerpflanze werden diese Palmen ca 180 cm, im Wintergarten bis zu 4 Meter hoch.Diese Pflanzen sind kalkempfindlich und die oberste Erdschicht darf nie vollständig trocken sein. Regelmässiges Giessen ist erforderlich, Staunässe muss aber vermieden werden. Diese Palmen sind in ihrer natürlichen Umgebung sehr hoher Luftfeuchtkeitausgesetzt. Sie wollen es sehr sonnig, gedeihen aber auch im Halbschatten oder in schattiger Umgebung.
Diese Palmengattung blüht und fruchtet nur einmal, danach beginnt sie zu welken und geht ein. Für zahlreichen Nachwuchs hat sie aber zwischenzeitlich als mehrstämmiger Baum gesorgt. Die Blütenpracht ist einmalig. Die Blüten selber hängen in dichten Ähren. Die acht Hochblätter am Blütenstandstiel sind auffällig und schliessen den Blütenstand wie in einer Knospe ein. Die weissen blütentragenden Seitenachsen sind spiralig angeordnet und stehen dicht beisammen. Danach werden kugelfömige Früchte gebildet. Zuerst grün, später dunkelrot bis violett mit ihren innwendigen schwarzen Samen. Als Zimmerpflanze gehalten, wird man aber wohl nie zu diesem Genuss kommen.
Ältere Pflanzen bilden Sprossen aus den Seitentrieben, die man abtrennen und in Töpfe zur Bewurzelung pflanzen kann. Aussaat ist ebenfalls möglich, beide Varianten benötigen aber ständige Bodenwärme, um anzuwachsen. Diese Palmen brauchen zudem ganzjährig eine konstante Raumtemperatur. Auch im Winter soll diese nicht unter 18 Grad fallen, nach oben hin sind fast keine Grenzen gesetzt, 35 Grad schaden dieser Palme nicht. Übrigens, die Sprossspitzen (Palmherzen) sind essbar und sehr schmackhaft. Die Fasern der Blattscheiden werden zu Seilen verarbeitet und die Blütenstände zur Gewinnung von Palmwein.
Euer Grünling
Weisser Germer (Veratrum album)
11. Februar 2026:
Kaum einer wird die Samen dieser wunderschönen Pflanze in seinem Garten säen. Dabei sind die Blätter und auch die Blüten so schön anzusehen. Aber Gottlob kann man sie in den Alpenregionen bewundern und bestaunen, wo ihre Heimat ist. Die Rede ist vom weissen Germer (Veratrum album). Diese Pflanze gehört zur Familie der Germergewächse, welche über 40 Arten umfasst. Das Verbreitungsgebiet des weissen Germers ist eurosibirisch. Es umfasst die Alpen, den Apennin sowie Osteuropa und Russland. Die Pflanze bevorzugt feuchte und wechselfeuchte relativ nährstoffreiche Wiesen und Weiden zwischen 1000 und 3000 Metern über dem Meer. Aber auch in Flachmooren ist er zu finden. Trivialnamen sind auch weisser Nieswurz, Hammerwurz und Lauskraut.
Aufgrund seiner Giftigkeit wird er vom Vieh gemieden und steht deshalb oft ganz allein auf abgefressenen Alpweiden. Die Wuchshöhe beträgt zwischen 50 und 150 cm. Die schmucken unteren Laubblätter sind breit oval, die Oberen sind lanzettlich. Alle Laubblätter sind wechselständig und schraubig angeordnet. Die Blattspreiten sind den Blattnerven entlang stark längs gefaltet und den Stängel umfassend. Die Blattunterseite ist flaumig behaart. Erst nach einigen Jahren bildet sich der erste Blütenstand. Die Blütezeit ist Juni bis August. Viele Blüten stehen dicht in einem endständigen traubig-rispigen Blütenstand zusammen.
Die sechs Blütenhüllblätter sind innen weiss und aussen grünlich bis schmutzig gelb. Nach der Bestäubung bilden sich behaarte dreifächrige Kapselfrüchte. In jeder Fruchtfalte sind einige schmal geflügelte Samen enthalten, die durch den Wind verbreitet werden.Die Pflanze besitzt ein starkes Wurzelwerk, was stark zehrend ist. Verwechselt werden kann der weisse Germer in nicht blühenden Zustand mit dem gelben Enzian, woraus aus dem Wurzelwerk Schnaps gebrannt wird. Dessen Blätter sind aber kreuzgegenständig angeordnet. Das muss uns aber nicht weiter kümmern, da es verboten ist, die Pflanze zu pflücken und man keine Angst haben muss, Vergiftungserscheinungen zu bekommen.
Der weisse Germer ist nämlich hochgiftig und wird deshalb als absolutes Unkraut angesehen. Schon nach Berührung mit der Pflanze wird empfohlen die Kontaktstelle mit einer milden Seife zu waschen. Nach versehentlicher Einnahme sollte sofort der Notruf getätigt werden. Erfahrenes Grossvieh rührt die stark giftige Pflanze nicht an, dennnoch gehen immer wieder Kälber, junge Schafe und Ziegen zugrunde. Nicht verwechselt, sondern den weissen Germer als Brechmittel eingenommen hat warscheinlich Alexander der Grosse. Nach Kriegsverletzungen und übermässigem Alkoholkonsum sollen seine Ärtze das damals wie üblich verdünnte Konzentrat des weissen Germers als Brech- und Heilmittel verabreicht und so zu seinem frühren Tod geführt haben. Schon die alten Griechen fermentierten die Wurzel zur Herbeiführung von Erbrechen. Auch Pfeilgift wurde daraus gemacht. Die Homöopatie setzt heutzutage durch Potenzierung verdünnter Zubereitungen der Wurzel gegen Kreislaufstörungen, Migäne, Bronchitis, Wadenkrämpfen und vielem mehr damit ein potentielles Arzeimittel ein. Generell muss man sagen, dass bereits zwei Gramm der getrockeneten Wurzel tödlich wirken.
Aber eine schöne Pflanze ist es trotz alledem.
Euer Grünling
Zierspargel (Asperagus densiflorus)
04. Februar 2026:
In den 60-Jahren war das die klassische Zimmerpflanze schlechthin. Heutzutage ist der
Zierspargel (Asperagus densiflorus)
in den Wohnzimmern in Vergessenheit geraten. Dabei gibt es auch hiervon viele verschiedene Arten. Wie zum Beispiel den
Sicheldorn-Spargel (Asperagus
falcatus)
, der an seinem Heimatort bis zu 7 Meter hoch bzw. lang wird. Hierzulande wird er allerdings max. 1,5 Meter lang. Oder auch den Asperagus densiflorus
"Meyeri"
, der wegen des bizarren Wuches sehr beliebt ist. Bei dieser Sorte stehen die Seitentriebe so dicht, dass fuchsschwanzähnliche Wedel entstehen, die einen Meter lang werden und verhältnismässig aufrecht stehen.
Es handelt sich dabei um immergrüne Halbsträucher, die zur Familie der Spargelgewächse gehören. Die ursprüngliche Heimat ist im südlichen Afrika bis Mosambik sowie in Sri Lanka. Diese Zierpflanzen sind seit 1890 in Kultur und traten seither ihren Siegeszug in unsere Wohnzimmern an. Die Blätter des Zierspargels sind keine Blätter im eigentlichen Sinn, sondern umgebildete Seitensprossen. Die "echten" Blätter haben sich zu Dornen entwickelt. Besonders mit stark ausgebildeten kräftigen Dornen ist die Sorte "Falcatus". Bei "Densiflorus" hingegen sind die Dornen ganz weich und man sticht sich nicht dabei.
Die weissen Blüten sind sechszählig und in Trauben angeordnet. Nach der Blüte im Spätsommer bilden sich kleine rote Beeren an der Pflanze. Alle Beeren des Zierspargels, egal welcher Art und Sorte sind stark giftig und sind nicht zum Verzehr geeignet. In der traditionellen Medizin hilft das Abkochen der Wurzeln bei Halsentzündungen. Es werden übrigens Knollenwurzeln gebildet. Die Vermehrung erfolgt wie man auf den Bildern sehen kann, durch Abtrennung der Wurzelknollen.
Die nicht winterfeste Pflanze muss regelmässig jede Woche gegossen werden. Ein heller bis maximal halbschattiger Platz im Haus bei Temperaturen um die 20 Grad sind ideal für diese Zimmerpflanze. Im Winter sollte der Zierspargel etwas kühler, nicht unter 10 Grad, gestellt werden, ist aber nicht zwingend. Bei Lichtmangel dagegen kommt es zu Blattfall. Bei Vernachlässigung des Giessens reagiert die Pflanze mit Vergilben und Verkahlen. Im Sommer darf sie an einem geschützten Platz auch im Freien stehen.
Euer Grünling
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